Beatport hat sich längst als unglaubliche Plattform etabliert, auf der man tief graben kann, um alle Arten von Underground-Elektronik zu finden, zu streamen und zu kaufen. Dance-Music-Enthusiasten wissen, dass es die Anlaufstelle ist, um alles von vergessenen Left-Field-Bangers bis zu den neuesten Trend-Releases zu entdecken.
Die Plattform hat sich über die Jahre hinweg einen starken Ruf aufgebaut, und kürzlich hat sie ein neues Terrain betreten. Wir hätten uns kaum vorstellen können, dass Beatports nächster Schritt darin bestehen würde, eine vollständig funktionsfähige Online-DJ-App zu entwickeln – und doch ist es passiert. Man sagt, die besten Dinge im Leben kommen unerwartet.
Die Beatport DJ App soll nicht mit den großen Namen der DJ-Software konkurrieren, sondern ist eher eine Ergänzung dazu. Trotzdem ist sie ein mächtiges Tool. Man könnte denken, dass es bei einer webbasierten DJ-App nur begrenzte Möglichkeiten gibt, und das ist auch verständlich angesichts der unglaublich fortgeschrittenen Programme, die es für DJs heutzutage gibt.
Aber du kannst dich überraschen lassen, denn Beatports innovative Lösung bietet eine beeindruckende Palette an Funktionen. Lass uns dich durch die Grundlagen der Beatport DJ App führen und warum es sich lohnt, sie selbst zu erkunden.
Quick Links:
- Übersicht
- Layout
- Playlisten und Ansichten
- Einstellungen
- Music Browser
- Beatport DJ App in Aktion
- Fazit
Beatport DJ: Übersicht
Die Beatport DJ App funktioniert auf Windows, Mac und kann auf dem iPad genutzt werden. Um sie zu verwenden, benötigst du ein aktives Beatport LINK-Abonnement. Wenn du erst mal testen möchtest, ob es dir gefällt, bietet Beatport einen kostenlosen 30-Tage-Probezeitraum für die App.
Sobald du startest, wirst du sehen, dass die Beatport DJ App bereits mit allem ausgestattet ist, was du zum Mixen brauchst – Cues, Looping, Automix, zoombare Waveforms, Beat Gridding, Effekte und Key Lock.
Die App bietet auch Soundcard-Unterstützung, umfangreiche MIDI-Möglichkeiten und – am besten – du kannst Tracks direkt auf die Decks streamen. Du kannst praktisch von überall aus DJ-en, wo du einen Computer und eine ordentliche Internetverbindung hast.
Wie erwähnt, sieht Beatport die App nicht als vollwertigen Rivalen für die branchenübliche DJ-Software. Sie ist eher dafür gedacht, Track-Blends zu entdecken, Playlisten zu erstellen, Cue Points zu setzen und dabei Spaß zu haben. Das könnte aber unterschätzen, was die App kann, denn sie ist kein Leichtgewicht unter den anderen Standalone-DJ-Software-Lösungen.
Wenn man bedenkt, dass alles nur in einem Browser-Tab abläuft, macht das die ganze Sache noch beeindruckender. Wenn du einfach nur Playlisten erstellen möchtest, kannst du das über die Beatport Mobile App auf jedem mobilen Gerät tun. Du brauchst die App nicht im Desktop-Modus zu öffnen. Die große Mehrheit der Tracks auf Beatport kann zu Playlisten hinzugefügt werden, wobei es einige wenige Ausnahmen gibt, die nicht lizenziert sind.
Sobald du deine Playlisten so arrangierst, wie du sie magst, hast du die Option, sie in deine bevorzugte DJ-Software zu exportieren. Das macht die Mobile App zum perfekten Tool, um unterwegs produktiv zu sein, wenn du Zeit investieren möchtest, um neue Hits für deine Sets zu entdecken.
Die Beatport DJ funktioniert ausschließlich über den Beatport LINK Streaming-Service. Das ist aus geschäftlicher Sicht eine verständliche Marketing-Strategie des Unternehmens. Sie ist schon immer DJ-freundlich gewesen und funktioniert mit allen großen DJ-Software-Playern. Serato, rekordbox, Djay, Denon DJ, Hercules, Virtual DJ und WeDJ werden alle unterstützt. Als Streaming-Service hatte Beatport LINK jedoch nie wirklich einen Vorteil gegenüber den Hauptkonkurrenten wie Apple Music oder Spotify in Bezug auf Innovation.
Dank Beatport DJ hat sich das Blatt gewendet. Die Möglichkeit, Sets zu erstellen und Tracks im Handumdrehen zu automixen, hebt Beatport wirklich von der Konkurrenz ab. Für DJs ist das ein spielveränderndes Element und könnte Enthusiasten dazu bringen, ihre Streaming-Dienste neu zu bewerten.
Layout
Wenn du die Beatport DJ App öffnest, siehst du zwei Hauptbereiche. Die obere Hälfte ist der Player und die untere ist zum Durchsuchen von Tracks. Der Player hat ein klassisches Two-Deck-Layout mit allen Funktionen, die du zum Mixen brauchst.
In der Mitte des Bildschirms findest du den Waveform-Guide – der obere für dein linkes Deck und der untere für das rechte.
Der kleine Stift-Button in den unteren Ecken deiner Waveforms öffnet die Beat Grid-Anpassungsfunktion, mit der du das BPM der Beat Grid und den Offset ändern kannst.
Darunter findest du einen Crossfader zum Blenden deiner Tracks. Das Gesamtdesign mag minimalistisch sein, funktioniert aber gut. Auf jeder Seite zeigen die sich drehenden Scheiben die derzeit geladenen Tracks an. Diese werden mit den Covern der geladenen Titel gefüllt.
Darunter findest du die Standard-Play/Pause- und Cue-Buttons. In der Mitte gibt es einen Level-Meter zur Überwachung deiner Lautstärke, einen Fader sowie einen Drei-Band-EQ-Bereich zum individuellen Steuern von Bass, Mitten und Höhen. Am unteren Ende des EQ-Bereichs findest du auch einen Filter-Knob.
Es gibt aber noch eine ganze Reihe mehr an Effekten im dedizierten FX-Bereich, der sich öffnet, wenn du den gleichnamigen Button an der Seite deiner Decks drückst. Die zehn verfügbaren Beatport DJ Effekte sind ein Slicer, Looper, Reverb, Pitcher, Brake, Echo, Crusher, Flanger, Reverse und der Blower (Noise).
Jeder wird durch eine Touchpad-ähnliche Oberfläche gesteuert, die du mit deinem Mauszeiger bewegst. Neben den EQ-Bereich-Knöpfen findest du auch einen Gain-Knob. Manche günstigeren DJ-Controller haben die nicht – es ist eine schöne Geste von Beatport, hier die extra Meile zu gehen und die App so funktional wie möglich zu machen.
Über dem FX-Button findest du einen Beat-Jump-Bereich. Das ist sehr praktisch, um vorwärts zu springen oder zurückzuspulen und dabei alles im Takt zu halten. Besonders wenn du neue Songs auditiv testest und dich schnell durcharbeiten möchtest. Darunter findest du den Looper-Bereich. Wenn du ihn drückst, wird die Schleife aktiviert, und die Auf/Ab-Pfeile ändern die Länge in Echtzeit.
Playlisten und Ansichten
In der oberen rechten Ecke der Beatport DJ App findest du einen Abschnitt mit Icons, der dir die Option gibt, zwischen deinen Ansichten umzuschalten. Der Full-Playlist-Button, der wie ein kleines Quadrat mit Seitenstreifen aussieht, öffnet ein Seitenpanel, das alle deine Playlisten enthält. Oben gibt es eine Suchleiste, mit der du deine Playlisten filtern und nach Namen, Genre und Keywords finden kannst. In diesem Seitenpanel hast du die Option, neue Playlisten zu erstellen und zu bearbeiten.
Das zweite View-Icon, eins weiter rechts, aktiviert den Compact-Player-Modus. Er minimiert deine Decks und zeigt nur die essentiellen Elemente, wenn du mehr Bildschirmfläche für das Browsing deiner Musik haben möchtest. Das nächste Icon rechts gibt dir Zugriff auf den Vollbildmodus.
Man kann ihn mit der Esc-Taste auf deiner Tastatur beenden. Das Glocken-Icon öffnet das Benachrichtigungspanel, das dich über die neuesten App-Updates und Bug-Fixes informiert. Das kleine Zahnrad-Icon bringt dich zum Einstellungsmenü der Beatport DJ App.
Einstellungen
Die Einstellungen der Beatport DJ App ermöglichen dir, einige bedeutende Änderungen daran vorzunehmen, wie die App funktioniert. Es lohnt sich daher, diese Gelegenheit zu nutzen und alles nach deinen Vorstellungen anzupassen. Die Einstellungen sind unterteilt in Account-, General-, Audio-, Headphone-, Shortcut- und MIDI-Optionsfenster.
Die Player-Einstellungen unter den Account-Optionen ermöglichen dir, Autoplay beim Laden jedes Tracks zu aktivieren, Load-Song-Sicherheit, KEYLOCK, einen Vinyl-ähnlichen Verlangsamungseffekt beim Stoppen von Tracks und automatisches BPM-Matching. Du kannst auch den Fullscreen-Automix, Quantized Cues, EQ-Zurücksetzen beim Laden und den EQ-Isolator-Modus deaktivieren. In den Audio-Einstellungen hast du die Option, dein Audio über deine Soundcard zu leiten, deine Audio-Latenz-Einstellungen je nach Rechnerleistung zu wählen, dein Headphone-Routing zu regeln und Multi-Threading einzuschalten.
Zusätzlich kannst du deine MIDI-Geräte auswählen und deine MIDI-Zuordnungen anpassen.
Music Browser
Die untere Hälfte der Beatport DJ App ist der Musik-Browsing-Bereich. Er ist so gestaltet, dass er das Gefühl einer endlosen Schnitzeljagd vermittelt, bei der eine Track- oder Label-Entdeckung zu einer anderen führt – kurz gesagt, eine großartige Möglichkeit, sich beim digitalen Crate Digging zu verlieren.
Es wird dringend empfohlen, deine Favoriten mit Bedacht zu verwalten, denn Beatport wird sich deine Auswahl merken und dann seinen Algorithmus darauf abstimmen, mehr von dem zu empfehlen, was du magst. Jeder Genre-Tab hat eine dedizierte Seite, auf der du zu den Top 100 eines bestimmten Stils, Featured Music und einer Vielzahl von Playlisten navigieren kannst.
Der dritte Tab „Collection" ist dein Zuhause für deine privaten Track-Auswahl. Diese können praktisch nach Namen, Künstler, Label, Genre, BPM und Key gefiltert werden. Ein weiterer nützlicher Punkt ist, dass du auch deine Playlisten von anderen Streaming-Diensten importieren kannst. Diese Funktion ist nicht standardmäßig enthalten. Das Workaround ist ein kostenloses Tool namens Tune My Music.
Beatport DJ App in Aktion
Wenn du bereits auf einem Standalone-DJ-Deck gespielt hast, sollte sich die Beatport DJ App ziemlich intuitiv anfühlen, da sie einen klassischen Layout-Ansatz bietet. Sie haben einen großartigen Job darin geleistet, die Dinge so einfach und unkompliziert wie möglich zu machen. Du wirst sehen, dass jeder Track im Browser-Bereich zwei Pfeile neben sich hat. Wenn du auf den linken oder rechten drückst, lädst du den Track auf eines der beiden Decks.
Sobald er lädt, wirst du das Song-Cover auf dem Deck sehen und die Waveforms füllen sich. Im oberen Teil des Bildschirms kannst du das Master-BPM-Tempo festlegen, auf das die Tracks synchronisiert werden. Neben dem Haupt-BPM-Bereich hat jedes Deck einen individuellen Sync-Button.
Wenn du ihn aktivierst, werden deine Tracks automatisch beatgematcht und im Takt gehalten. Jedes Deck hat einen Tempo-Slider an den äußeren Kanten des Players. Er verändert die Geschwindigkeit des spielenden Tracks und überschreibt damit das Master-BPM. Standardmäßig ist der FX-Bereich aktiv, solange du ihn offen hältst und mit dem Touchpad interagierst. Wenn du möchtest, dass ein Track-Effekt aktiviert bleibt, aktiviere das kleine Lock-Icon in der Ecke des FX-Panels.
Der Cue-Button funktioniert wie auf jedem anderen regulären Player. Wenn du ihn drückst, bringt er deine Tracks standardmäßig an die Startposition zurück. Wenn du den Cue irgendwo später im Track setzen möchtest, nutze die Progress-Waveform in den oberen Ecken, um zu deinem bevorzugten Punkt zu navigieren. Nachdem du die Stelle gefunden hast, platziere deinen Header auf dem Beat, halte den Track an und drücke dann Cue.
Jetzt startet der Cue-Button von deiner neu gesetzten Position. Um deine Tracks zu blenden, kannst du entweder den Crossfader in der Mitte oder die individuellen Channel-Fader verwenden. Wenn du irgendwelche Knob-Parameter auf Standard zurücksetzen möchtest, bringt ein Doppelklick sie wieder in die mittlere Position.
Fazit
Alles in allem ist das beste an der Beatport DJ App, dass sie einen großen Hauch von Spaß in das bringt, was früher eine sehr sterile Website war. Jetzt, da man Tracks im Handumdrehen mixen oder automixen lassen kann, ist das eine völlig neue Erfahrung. Die Automix-Funktion ist fantastisch, wenn du einfach nur abhängen und dich an einem privaten Set erfreuen möchtest, das von AI angetrieben wird.
Darüber hinaus: Stell dir vor, was die Beatport DJ App für House Partys machen kann. Keine Hardware? Kein Problem. Wenn du einen Computer und eine Internetverbindung hast, kannst du auf jeder Feier vollständig DJ-en. Die App ist kein Gimmick, sondern ein echtes Tool, das unglaublich nützlich sein kann und vor allem – einen neuen Faktor der Aufregung bringt.
Dass alles in einem Browser stattfindet, macht die Sache viel lockerer. Das bringt eine erfrischende Leichtigkeit in die Nutzung der Beatport DJ App.
Wenn du es testen möchtest, denk dran, dass die Website einen kostenlosen einmonatigen Probezeitraum bietet. Du hast nichts zu verlieren und eine Menge Freude zu gewinnen. Kurz gesagt: Die neue Beatport DJ App ist eine unglaublich lecker Ergänzung zum gesamten Beatport-Erlebnis.



