Obwohl beide Pioneer DJ-Controller großartig sind, kann nur einer der King sein.
In der DJ-Welt ist Pioneer DJ einer der bekannteren Hersteller von DJ-Equipment. Sie sind besonders dafür bekannt, qualitativ hochwertige DJ-Controller für Einsteiger zu produzieren, die praktisch jeder sofort in die Hand nehmen und losspielen kann.
Mit sehr wenigen Alternativen kannst du kaum besser greifen als bei dem, was Pioneer DJ zu bieten hat.
Klar, nur weil sie für beeindruckende Starter-Controller bekannt sind, heißt das nicht, dass alle Pioneer DJ Controller gleich gut sind.
DDJ-400 Vs DDJ-SB3: Übersicht
Welcher passt am besten zu dir?
Es gibt zwar Unterschiede bei der Qualität je nach Preissegment, aber selbst Controller im ähnlichen Preisbereich können unterschiedlich gut sein.
Zwei Controller, die das besonders deutlich zeigen, sind Pioneer DJs zwei Anfänger-Controller, die DDJ-400 und die DDJ-SB3.
Beide Controller sind schon eine Weile auf dem Markt – sie kamen 2018 raus – und unterscheiden sich preislich nicht groß voneinander.
In dieser Übersicht schauen wir uns beide DJ-Controller und ihre Features genauer an, um zu sehen, welcher von den zwei objektiv die bessere Wahl ist.
Es wird zwar ein bisschen Subjektivität reinspielen, aber wir versuchen, klar zu machen, was sie gut können und wo sie Schwächen haben, bevor wir entscheiden, welcher letztendlich die bessere Wahl für angehende DJs ist.
Pioneer DJ DDJ-400 erklärt
Der Pioneer DJ DDJ-400 ist wie die SB3 ein Entry-Level-Controller für angehende DJs, die endlich was zum Spielen haben, bevor sie zu fortgeschritteneren Optionen upgraden (höherwertige Controller, CDJs oder Turntables).
Der Controller hat eine relativ Standard-Größe und ist 18,98 Zoll breit. Die DDJ-400 ist 2,3 Zoll tief und 10,72 Zoll hoch.
Der Controller hat zwei separate Channels, jeder mit einem entsprechenden Turntable-Platter sowie alle erwarteten zusätzlichen Anschlüsse wie Kopfhörer (Mini-Klinke), Mikrofon (1/4-Zoll-TS-Klinke) und ein Master-RCA-Feld.
Der Controller kommt mit Rekordbox schon vorinstalliert – perfekt für alle, die sofort loslegen wollen, ohne sich Gedanken über die Controller-Software zu machen.
Das hat uns gefallen:
Club-DJ-Layout
Das auffälligste Feature der DDJ-400 ist ihr Layout und Design.
Die DDJ-400 ist so gebaut, dass sie das widerspiegelt, was man in einem Club oder bei professionellen DJ-Performances sieht. Sie spricht also alle an, die ihre DJ-Karriere von Anfang an professionell sehen.
Der Controller hat viele Ähnlichkeiten mit CDJs oder höherwertigen Controllern wie der DDJ-1000, nur in einer abgespeckteren Version mit weniger Features.
Kommt mit Rekordbox DJ Software
Anders als die SB3 kommt die DDJ-400 schon mit DJ-Software – Rekordbox DJ ist bereits enthalten. Die beiden Optionen sind sich zwar ähnlich, aber Rekordbox gilt generell als benutzerfreundlicher und einsteigerfreundlicher.
Außerdem hat Rekordbox auch mehr kostenlose Features im Gepäck.
Du bekommst nicht alles, aber verglichen mit konkurrierenden DJ-Softwares auf dem Markt (allen voran Serato) kannst du praktisch ohne zusätzliche Ausgaben loslegen.
Modernere FX-Optionen
Die DDJ-400 positioniert sich bewusst als moderne Professional-Club-DJ-Controller. Das sieht man an vielen Stellen des Layouts, am deutlichsten bei den FX-Optionen.
Hier ersetzt der Controller klassische FX-Sections durch einen Beat-FX-Strip, der neben dem Mixer in der Mitte des Controllers sitzt.
Das hilft angehenden DJs, sich schon früh an Beat FX zu gewöhnen, bevor sie zu einem DJM oder CDJ Setup übergehen – bei beiden wird auch Beat FX verwendet und nicht die altmodischen FX-Sections.
Vollständige Performance-Pads
Bei den Performance-Pads verlässt sich die DDJ-400 komplett auf diese. Dementsprechend hast du alle erwarteten Performance-Optionen wie Beat Jump und Hot Cue, Beat Loop, Keyboard, Pad FX1 & 2, sowie Beat Loop und Key Shift.
Außerdem hat der Controller Loop In, Loop Out und einen Reloop-Button.
Du kannst auch Tracks cueen und Loop Calls durchführen, was Looping für alle zugänglicher macht, die später zu teureren und professionelleren CDJs übergehen wollen.
Das hat uns nicht gefallen:
Nicht ganz so vielseitig
Eine Herausforderung der DDJ-400 ist, dass sie bei all ihrer Modernisierung einige Features zurückgelassen hat, die bei älteren Modellen besser gelöst waren.
Zum Beispiel hat der Controller kein Auto Loop (zum Ein- und Ausschalten einer Loop) und auch nicht die einfacheren FX-Sections, die es bei traditionelleren Controllern gibt. Diese Sections sind oft einfacher zu bedienen und bieten mehr Vielseitigkeit beim Spielen.
Kein Pad Scratch
Ein großer Verlust für die DDJ-400 ist das fehlende Pad Scratch Feature. Das ist eine großartige FX-bezogene Funktion, mit der du vorprogrammierte Scratches durchführen kannst.
Wir gehen später bei der SB3 mehr ins Detail, aber kurz gesagt: Obwohl die DDJ-400 diesen Mangel durch andere Performance-Pad-Features kompensiert, ist der Controller definitiv nicht die ideale Wahl für alle, die Scratching lernen wollen.
Nur zwei Channels
Wahrscheinlich der größte Nachteil der DDJ-400 ist ihre Limitierung auf zwei Channels.
Der Controller hat nur das Standard-Setup mit zwei Channels, und während das normalerweise nicht so schlimm wäre, ist die Tatsache, dass man das nicht erweitern kann, ein großes Problem für die Langzeitmotivation – besonders für Leute, die mehrere Sounds einbinden wollen.
Letztendlich ist der Controller nicht für große Shows konzipiert, und das fehlende Potenzial zur Channels-Erweiterung zeigt das deutlich.
Die DDJ-400 ist ein überzeugender Controller mit vielen coolen Features.
Indem sie sich mehr an professionelle Controller und CDJs orientiert, können Nutzer sich mental besser auf den späteren Umstieg vorbereiten.
Auch für sich allein genommen ist die DDJ-400 beeindruckend – mit präzisem manuellem Tempo Matching und einem längeren Pitch Fader macht das Ein- und Ausblenden von Tracks große Spaß.
Alles in allem: Wenn du es ernst mit einer DJ-Karriere meinst und in Clubs und auf Partys spielen willst (denk an Ibiza!), dann ist die DDJ-400 genau richtig für dich.
Sie ist nicht nur ein großartiger DJ-Controller, sondern bereitet dich auch perfekt auf profi-mäßigere DJ-Geräte später vor.
Pioneer DJ DDJ-SB3 erklärt
Die Pioneer DJ DDJ-SB3 hat zwar einige Unterschiede in ihren Features, aber auch einige Gemeinsamkeiten mit der DDJ-400. Besonders bei Größe und Gewicht sind sich die beiden recht ähnlich.
Die SB3 ist etwa 19 Zoll breit, knapp über 2,3 Zoll tief und 10,7 Zoll hoch.
Vergleicht man das mit der DDJ-400, könnten die beiden Controller dimensionsmäßig fast identisch sein.
Bei den Anschlüssen und anderen externen Features sind sich die zwei Controller aber völlig unähnlich.
Die SB3 nutzt die Serato DJ Software und ihr Layout ist bewusst traditioneller als das modernere CDJ-Setup der DDJ-400.
Das hat uns gefallen:
Nutzt Serato DJ Software
Die SB3 nutzt Serato DJ Software – sicher eine tolle Option für Veteranen. Sowohl Serato als auch Rekordbox haben Vor- und Nachteile, aber Serato gibt es länger und hat eine umfassendere Liste an Features.
Die Software ist auch immer noch die beliebteste Option und wird von den meisten Profis heute noch verwendet.
Falls dir Serato nicht zusagt, ist die SB3 auch kompatibel mit der Virtual DJ 8 Software.
Das gibt SB3-DJs mehr Wahlfreiheit, was die Software angeht, als DDJ-400-Nutzer.
Umfangreicheres Layout
Das SB3-Layout soll an traditionellere DJ-Controller und Turntable-Setups erinnern.
Das macht zwar manches weniger optimiert, bietet dafür aber viel mehr Features und Vielseitigkeit. Zum Beispiel hat die SB3 Features wie Auto Loop und FX-Sections.
Auto Loop ermöglicht es DJs, eine Loop ein- oder auszuschalten sowie ihre Länge zu halbieren oder zu verdoppeln.
Die FX-Sections wiederum erlauben DJs, verschiedene Parameter zu beeinflussen und die Menge der angewendeten FX zu ändern.
Bietet zusätzliche Decks
Ein großer Pluspunkt ist, dass die SB3 DJs mehrere Channels zur Verfügung stellt, nicht nur die Standard-Zwei.
Der Controller bietet insgesamt vier verschiedene Decks, zwischen denen DJs mit den Deck-Select-Buttons wechseln können.
Das ist super, wenn ein DJ andere Variablen in seine Performance einbauen will, über die Standard-Zwei-Deck-Setups hinaus.
Das funktioniert nur mit Serato DJ Pro, aber das ist immer noch besser als das, was die DDJ-400 bietet.
Verschiedene Performance-Pad-Features
Bei den Performance-Pad-Features teilen sich die beiden Controller viele Funktionen.
Ein großer Unterschied ist aber das Pad Scratch Feature. Das ermöglicht es DJs, verschiedene Scratches durchzuführen, die von anderen DJs vorprogrammiert wurden.
Es gibt acht verschiedene Tracks insgesamt, alle von relativ einfach bis Experten-Level.
Diese Tracks sind eingebaut, du kannst sie also ohne Downloads oder Updates verwenden.
Das hat uns nicht gefallen:
Begrenzte Entwicklung
Obwohl es viel Großartiges über die SB3 zu sagen gibt, ist die Realität, dass sie im professionellen Bereich nicht wieder groß durchbrechen wird.
Klar, ihr Layout ist toll für Hobby- oder traditionelle Setups, aber es ist auch ein veraltetes Layout, von dem sich immer mehr Leute abwenden.
Weniger kostenlose Features mit Serato
Die große Herausforderung mit Serato DJ Software ist, dass es immer ein Kleingedrucktes gibt. Besonders die Tatsache, dass viele Hauptfeatures hinter der Pro-Version versteckt sind und nicht in der Lite-Version verfügbar sind.
Das bedeutet, dass du zusätzliches Geld investieren musst, um alle versprochenen Features zu bekommen – etwas, das bei Rekordbox nicht so einengend ist.
Weniger optimiert
Letztendlich ist die SB3, obwohl sie massig verschiedene Features hat, nicht so optimiert wie die DDJ-400.
Das bedeutet, dass du viel länger brauchst, um alles zu verstehen, das die SB3 kann, verglichen mit der DDJ-400 und ihrer vereinfachteren Feature-Liste.
Man kann nicht bestreiten, dass die DDJ-SB3 viel zu bieten hat.
Die Herausforderung kommt, wenn du zu einem CDJ-Setup übergehen willst oder es professioneller angehen möchtest.
In beiden Fällen könnte der Umstieg zu dem, was die meisten Club-DJs und CDJ-Setups nutzen, eine Herausforderung sein.
Wenn du aber kein Problem damit hast, das altmodische Setup der SB3 zu genießen, gibt es immer noch viele Gründe, warum sie die bessere Wahl der beiden sein könnte.
Welcher ist besser?
Zunächst sollte klar sein: Beide Optionen sind wirklich großartig für angehende DJs. Wenn du aber einen auswählen musst, hängt es stark davon ab, was du vorhast.
Die DDJ-400 ist die optimiertere der beiden Optionen und eignet sich perfekt für Leute, die später zu CDJs oder einem professionelleren Setup übergehen wollen.
Die SB3 hingegen ist vielseitiger und bietet mehr Spielraum – vorausgesetzt, du planst nicht, später zu etwas anderem zu wechseln.
Letztendlich muss ich sagen, dass die DDJ-400 die bessere Option der beiden ist, obwohl beide unglaublich sind.
Obwohl sie nicht so viele Features bietet, liegt das daran, dass diese optimiert und leichter verständlich gemacht wurden.
Dazu kommt, dass du mit ihr später problemlos zu CDJs oder professionelleren Controllern übergehen kannst – das ist ein großer Vorteil und etwas, das sich jeder angehende DJ ernsthaft überlegen sollte.
DDJ-400 Vs DDJ-SB3: Fazit
Beide Controller bieten viel Wert und sind basierend auf deinen Zielen und deinen Controller-Anforderungen eine ernsthafte Überlegung wert.
Wenn du die Stärken und Schwächen beider Controller verstehst, kannst du auch herausfinden, was für ein DJ-Typ du werden willst.



