Du entwickelst dir gerade solide DJ-Skills? Glückwunsch! – Aber sei dir noch nicht zu sicher.
Viele DJs sammeln ein bisschen Erfahrung hinter den Decks und ruinieren sich damit ihren ganzen Set. Es gibt so viele DJ-Fehler, die aus einem Mix ein Desaster machen können.
DJing ist ein detaillierter Prozess, der erhöhte Aufmerksamkeit erfordert – pass auf jeden Schritt auf. Von Audioverzerrungen über falsche Dateiformate bis hin zu Größenwahn – hier sind die Top 10 DJ-Fehler, die du als Artist unbedingt vermeiden solltest.
Einige der besten Artists der Branche haben genau diese DJ-Fehler gemacht. Du hast einen Vorsprung, wenn du schnell aus ihnen lernst!
Die 10 DJ-Fehler, die du vermeiden musst
1. Mit billiger oder veralteter Ausrüstung mischen
Anfänger-DJs haben meist nicht viel Geld für Equipment, also kaufen sie minderwertige Sachen. Wir wollen da nicht zu kritisch sein – du tust, was du kannst. Mit alten Anlagen und Standard-Modellen deine ersten Schritte zu gehen ist okay, aber wenn du ernsthafte Gigs spielen willst, solltest du dein Setup upgraden.
Was du trainierst, kennst du. Wenn du nicht auf Industry-Standard-Equipment trainierst, wirst du später in ernsthafte Probleme geraten. Wenn es dann zum ersten echten Gig geht und du ein fremdes Setup vorfindest, erlebst du einen Schock. Wenn du deine Ausrüstung nicht mitbringst, wirst du von der fremden Anlage völlig überfordert sein und stolperst, stammels und brichst zusammen.
Früher oder später solltest du auf Top-of-the-Line-Modelle von Pioneer DJ & Denon DJ setzen. Ein gebrauchter Nexus 2 oder Prime 5000 CDJ ist eine großartig Möglichkeit, dein Setup aufzuwerten und dein Skill-Level zu verbessern.
2. Auf der Arbeit trinken
Das ist ein leicht zu machender DJ-Fehler, der schon viele Sets ruiniert hat. Die Club-Umgebung bietet Party-Gängern die Chance, sich auszutoben und zu trinken bis zum Umfallen. Wir nehmen es dir nicht übel, wenn du vor deinem Set ein paar Drinks vom der Bar angeboten bekommst und diese annimmst – aber wir würden dir dringend davon abraten.
Wir kennen das Gefühl von Nervosität, bevor du zum ersten Mal auflegst. Lass deine Nerven nicht über dich gewinnen. Einen Shot zu nehmen oder ein Bier runterzustürzen, bevor du anfängst zu mischen, wird deine Performance ruinieren.
Bewahre deine professionelle Ruhe und lehne kostenlose Drinks höflich ab. Die Crowd wird merken, dass etwas nicht stimmt – das Alkohol führt zu verzögerten Übergängen und merkwürdigem Verhalten. Mit der Zeit wirst du lernen, mit der Nervosität umzugehen und zeigst dafür Sharp Skills & Tight Sets.
3. Volume-Meter und Rot-Licht-Indikatoren ignorieren
Der erste Instinkt vieler DJs ist, den Gain-Regler ganz hochzudrehen. Die Crowd mit ausreichend Power zu bombardieren ist wichtig, aber man kann es leicht übertreiben. Jedes Audio-Signal hat einen bestimmten Maximalpegel. Wenn die Lautstärke über ein normales Limit hinausgeht, verzerrt sich das Audio und die Musik klingt wie totales Chaos.
Selbst mit guten Kopfhörern oder einem Mixing-Monitor kann ein DJ die Audioverzerrung nicht so hören wie das Publikum. Der Mixer hat Volume-Meter und Rot-Licht-Indikatoren aus einem Grund. Verzerrung tritt auf, wenn Audio-Level ins Rote gehen – auf einem Channel oder im Master-Mix.
Die Volume-Meter sind dein visueller Leitfaden gegen Verzerrung, aber nicht alle DJs beachten die Indikatoren. Auch nur eine Millisekunde Clipping im roten Bereich ist zu viel. DJs, die die Volume-Meter nicht nutzen, zerstören die Mix-Qualität.
Stell deine Gain-Level auf etwa 3/4 der Volume-Meter ein – direkt bevor das Licht von Grün zu Rot umschaltet. Überwach die Lautstärke während deines ganzen Sets und justiere die Gain-Regler nach, wenn die Rot-Licht-Indikatoren anfangen zu blinken. Falls du denkst, dass nicht genug Lautstärke aus den Boxen kommt, sag dem Club-Techniker oder Engineer Bescheid, dass er die Amps und/oder Stage-Speaker lauter drehen soll.
4. Die Crowd nicht lesen
Von allen DJ-Fehlern ist das einer der größten – und einer, den DJs normalerweise früh korrigieren. Wenn du mit Blick auf dein Equipment mixt, ist es üblich, dass du denkst, was du mixt, ist straight Fire. Und dann schaust du auf und merkst: Die Crowd fühlt sich einfach nicht dazu.
Deine Aufgabe als DJ ist es, dein Publikum zum Tanzen zu bringen. Wenn die Crowd zu irgendeinem Zeitpunkt traurig oder verwirrt aussieht, hast du deinen Job nicht gemacht.
Anfänger-DJs spielen einfach die Tracks, die ihnen selbst gefallen – und das ist keine Erfolgsformel. Mach diesen Fehler nicht. Informiere dich vor deinem Auftritt über den Venue, das Event und dein Publikum, um eine spezifische Setlist zu curatieren.
Gib der Crowd nicht die Schuld – wenn Leute nicht auf der Tanzfläche feiern, ist das dein Fehler. Hab immer ein paar Banger-Songs als Backup, falls dein Publikum einschläft.
Jedes Mal, wenn du zu einem neuen Song wechselst, schau dir die Reaction der Crowd an. Wenn du mürrische Blicke siehst, die wie tödliche Laserstrählen auf dich zukommen, ist das dein Signal, dieses Genre oder diesen Artist zu vermeiden.
Die Crowd richtig zu lesen ist eine Fähigkeit, die Zeit braucht – aber fang damit an, während du mixt auf die Reaktionen der Leute zu achten.
5. Kleine Events ablehnen
Die meisten DJs haben nur Augen für Club-Gigs. Dein DJ-Name auf einem riesigen LED-Screen ist natürlich cool – aber die Bezahlung ist oft miserabel.
DJs konzentrieren sich auf Clubs & Bars in der Hoffnung, dort Namen zu machen und gutes Geld zu verdienen, und lehnen alles andere ab. Es ist ein riesiger DJ-Fehler, Opportunities bei Hochzeiten, Geburtstagen, Privatpartys und anderen kleineren Events abzulehnen.
Clubs zahlen ihren DJs notorisch sehr wenig, während Event-DJs einen anständigen Stundensatz bekommen. Während meiner Zeit als Event-DJ verdiente ich konsistent 35 USD pro Stunde, plus Trinkgelder.
Klar, du wirst dir damit keinen großen Namen in der Industrie machen – aber du networkst massiv. Wenn du dir ein großes Netzwerk aufbaust, führt dich das zu noch größeren Events – und du wirst dafür bezahlt! Das Geld kannst du nutzen, um bessere Ausrüstung zu kaufen und dein DJ-Leben zu finanzieren.
Wir sagen nicht, dass du nicht in Clubs auflegen solltest. Wir sagen nur: Begrenzte dich nicht, wenn du anfängst. Leg überall auf. Wenn eine verrückte Dame eine Party für die Baby-Shower ihres Katzenbabys schmeißt, dann solltest du für diesen Event auflegen.
6. Raus mit dem Alten, rein mit dem Neuen
DJs nutzen die neuesten Hits aus Top 40, Billboard und anderen hochgerangigen Tracks für ihre Setlists. Während du viele aktuelle Songs einbauen solltest, darfst du die Oldies und Klassiker aus der Vergangenheit nicht auslassen.
Denk dran: Musik ist zeitlos. Songs aus früheren Jahrzehnten bringen die Crowd in Bewegung. Hits aus den 80ern, 90ern und 2000ern aktivieren Neuronen im Gehirn, die Dopamin freisetzen. Sie wecken Erinnerungen an gute Zeiten und alte Liebe.
DJs, die nur aktuelle Songs der letzten paar Jahre spielen, tun ihrer Crowd und sich selbst einen großen Bärendienst – ein großer DJ-Fehler! Wenn du dich als Top-Tier-DJ etablieren willst, mix Songs aus verschiedenen Musikepochen.
7. Audio-Dateiformate mit niedriger Qualität
Es braucht ein geschultes Ohr und technisches Verständnis, um die Audio-Qualität einer Musikbibliothek richtig einzuschätzen. Viele DJs spielen Songs mit schrecklichen Audio-Dateiformaten und Kompression ab, ohne das zu merken. Dein Publikum wird es hören, wenn die Track-Qualität schlecht ist.
Viele Songs werden von CDs oder dem Internet mit 16-Bit/44,1 kHz Format und MP3-Kompression heruntergeladen. Das ist das niedrigste mögliche Audio-Format und der schlechteste Komprimierungsalgorithmus.
MP3-Kompression reduziert die Dateigröße massiv, aber das bedeutet auch, dass die Harmonien und die Frequenzantwort des Songs verloren gehen. Für die beste Soundqualität ladet alle Dateien in einem verlustfreien Format herunter wie WAV, FLAC oder AAC.
Jeder Song sollte 24-Bit-Tiefe haben, damit du die maximale Audio-Information im Mix nutzt. Für beste Wiedergabequalität sollten deine Songs eine Sample Rate zwischen 96 und 192 kHz haben. So ein kleines Detail hat einen riesigen Einfluss auf deinen Mix und die Wirkung der Musik auf die Crowd.
8. Sich auf BPM-Matching & Auto-Sync verlassen
Ach ja, die schlechteste Krücke für DJs – der BPM-Counter & Auto-Sync-Button. Anfänger-DJs verstehen nicht, warum sie manuell beatmachen und Musical Phrases mit dem Ohr synchronisieren sollten, bis es zu spät ist.
Es gibt immer noch Player und Software im DJ Booth, die keinen BPM-Counter und Auto-Sync haben. Du wirst irgendwann auf Equipment stoßen, das diese Features nicht hat – und dann bist du hinten dran, wenn du nicht gelernt hast, manuell zu beatmatchen.
Oder was ist, wenn die Ausrüstung die Funktionen hat, aber sie funktionieren nicht richtig! Der Auto-Sync-Button ist nicht narrensicher. Es gibt Momente, in denen Auto-Sync den Beatgrid eines Songs nicht richtig erkennt.
Ein BPM-Counter wird die BPM von zwei Songs synchronisieren, aber das heißt nicht, dass die Melodien auch aufeinander abgestimmt sind. Der einzige Ausweg aus diesem Desaster ist, manuelles Beatmatchen zu lernen.
Manuelles Beatmatching zu lernen ist eine der besten Investitionen, die du als DJ tätigen kannst.
9. Sets niemals aufnehmen und überprüfen
Nachdem du hinter den Decks fertig bist, kommen vielleicht Leute auf dich zu und sagen dir, dein Set wäre das Beste, das sie je gehört haben. Das mag für manche Menschen stimmen, aber das heißt nicht, dass es kein Verbesserungspotential gibt.
Der einzige Weg, wie du definitiv weißt, wie der Mix klingt, ist, ihn aufzunehmen und dann nachher anzuhören. Die meisten DJs fangen damit erst später in ihrer Karriere an – und oft erst nach ein paar Gigs, die schief gingen.
Nimm deinen Set auf und höre ihn mehrmals an. Finde Verbesserungsmöglichkeiten wie ein verpasstes Peak, Effekte die leicht off sind, oder Phrasing, die besser angepasst sein könnte.
Achte auch drauf, wie du deinen Mix einzigartiger gestalten könntest. Stellen, wo du experimentieren und etwas Neues ausprobieren kannst. Nutze die Aufnahme als Verbesserungsmechanismus.
10. Anfänger, die sich wie die Besten benehmen
Wir können nicht genug betonen, was für ein DJ-Fehler und wie nervig es ist, wenn ein DJ so tut, als wäre er der beste, obwohl er gerade anfängt. Wir alle haben ein Ego – aber du musst es im Zaum halten.
Event-Manager und Staff wollen mit Profis arbeiten. Dein Talent der Welt zu zeigen, schreckt Leute ab und vielleicht bekommst du keinen zweiten Gig.
Du kannst selbstbewusst in deine Skills sein – aber stell dich nicht hin wie der nächste Kid Cudi. Behalte deinen Ehrgeiz, der beste zu sein, für dich. Lass dieses innere Feuer dich vorantreiben – ständig pushing deine Skills nach oben.
Wenn Leute dir Komplimente machen, nimm sie an und geh weiter. Bleib hungrig wie am ersten Tag.
DJ-Fehler Bonus-Tipp? Lern schnell dazu
Es gibt viele DJ-Fehler, und manche werden hart erlernt. Hier sind ein paar wichtige, die du früh fangen solltest. Wenn du sie schnell meisterst, wirst du viel weiter vorne sein. Deine DJ-Entwicklung wird weniger Stolpersteine haben und ein glatterer Weg nach oben.
Nur dadurch, dass du das richtige Dateiformat nutzt, sicherstellst, dass Audio nicht verzerrt, nicht auf der Arbeit trinkst, deine DJ Bag organisiert hältst und dein Ego im Zaum hältst – schon bist du Welten voraus gegenüber vielen anderen DJs.
Diese 10 häufigsten DJ-Fehler sind nicht vollständig. Es gibt andere Fehler, die dich vom Weg abbringen können. Wir würden gerne hören, welche du gemacht hast, damit du anderen angehenden DJs helfen kannst!



